Pendeln erleichtern

Entsprechend der offiziellen Statistik verlassen täglich zwischen 6000 und 7000 Berufspendler unsere Stadt, um an einem anderen Ort zu arbeiten (sogenannte „Auspendler“) – bis zu 8000 Menschen kommen regelmäßig nach Fürstenwalde, um hier zu arbeiten (sogenannte „Einpendler“ / Für mehr Hintergründe gehts hier zu einem interessanten interaktiven Spiegel-Online-Tool „So pendelt Deutschland“).
Unser Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für diese Pendlerinnen und Pendler zu verbessern und auf diese Weise Fürstenwalde als Wohn- aber auch als Arbeitsstandort noch attraktiver zu machen, aber auch die bereits hier lebenden Pendler zu entlasten. Aus diesem Grund haben wir das Thema „Pendeln erleichtern“ bereits mit Gründung des BFZ auf unsere Agenda gesetzt verfolgen in diesem Zusammenhang folgende konkrete Ansatzpunkte:

 

Der öffentliche Nahverkehr muss attraktiver werden!

Nicht nur die Linienführung, sondern vor allem müssen die Busse (nicht nur vereinzelt) auch regelmäßig vor 5:30 und nach 20 Uhr verkehren. Auf diese Weise wollen wir die Bereitschaft zur Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs von Personen, die selbst in Fürstenwalde wohnen (und nicht aus umliegenden Orten zum Bahnhof pendeln), steigern. Werden diese Verbindungen verstärkt in Anspruch genommen, trägt das zur Entzerrung der Parkplatzsituation am Bahnhof bei. Außerdem wird die Innenstadt gleichzeitig vom Verkehr entlastet, dadurch kommt es zu einer geringeren Geräusch- und Abgasbelastung.
 
Wir schlagen die Einrichtung von Park&Ride-Parkplätzen an den Einfahrtsstraßen von Fürstenwalde vor!
Unsere Idee, sieht an den in der Karte gekennzeichneten Stellen insbesondere an der Fürstenwalder Peripherie, die Errichtung von Park&Ride-Parkplätzen vor. Von diesen Parkplätzen könnten die Pendlerinnen und Pendler aus dem Umland mit Shuttle-Direkt-Bussen in kürzester Zeit auf direktem Wege zum Bahnhof transportiert werden.
Dieses Konzept kann natürlich nur unter den zentralen Erfolgsvoraussetzungen funktionieren:
1.
Die Shuttlebusse benötigen weniger als 10min zum Bahnhof.
2. Die Verbindungszeiten der Shuttlebusse sind exakt auf die Abfahrts- und Ankunftszeiten der Züge (auf jeden Zug!) abgestimmt.

Sichere Fahrradboxen am Bahnhof Süd und Mitte
Wem ist das nicht schon einmal passiert: man kommt nach einem stressigen Tag mit dem Zug – womöglich sogar verspätet – in Fürstenwalde an und muss feststellen, dass das Fahrrad entweder beschädigt wurde oder gar nicht mehr dasteht. Entweder eigene Erfahrungen oder die Befürchtungen vor diesem Szenario, hindern bis zu einem Viertel derjenigen, die täglich mit dem Auto zum Bahnhof fahren, davor, aufs Fahrrad umzusteigen. Das ergaben verschiedene Umfragen die im Auftrag der Stadt, und des VBB durchgeführt wurden sowie unsere eigene BFZ-Umfrage am Fürstenwalder Bahnhof aus dem Jahr 2014 (nicht repräsentativ) Auswertung_BFZ-Pendelumfrage

Vor diesem Hintergrund setzen wir uns für die Errichtung von sicheren Fahrradboxen an den beiden Fürstenwalder Bahnhöfen ein. Und wir konnten hier schon erste Erfolge verbuchen: auf Antrag des BFZ hat die Stadtverordnetenversammlungim Frühjahr 2017 die Errichtung von Fahrradboxen am Bahnhof und im Domumfeld beschlossen.

Nunmehr steht noch zu entscheiden, welches Boxsystem konkret verbaut und wieviele Boxen wo aufgestellt werden sollen. Entgegen des Vorschlags der Verwaltung, die zunächst nur 10 Boxen aufstellen will, machen wir uns dafür stark, mindestens 50 Boxen aufzustellen. Die Finanzierung kann nach unseren Recherchen und Nachfragen bei der ILB Brandenburg und dem Brandenburger Verkehrsministerium über zwei verschiedene Mobilitäts-Förderprogramme gesichert werden (vgl. Erläuterung dazu in unserem Antrag).

Übrigens: Bernau hat es vorgemacht. Hier wurde ein Fahrradparkhaus über drei Etagen (eine 30 mal 15 Meter große Stahlkonstruktion) errichtet, die insgesamt 566 Fahrrädern Platz bietet. Dabei stehen 508 Plätze gratis zur Verfügung und 58 abschließbare Boxen können gegen eine Monatsgebühr von 10 Euro (oder 95 Euro pro Jahr) angemietet werden. Der Investitionsaufwand, an dem sich das Land beteiligte, lag laut Presseberichten bei 1,65 Millionen Euro.

 

Zusätzliche Haltepunkte des „Saarow-Express“
Bisher hat der Saarow-Express leider nur drei Haltepunkte – Bad-Saarow Bahnhof, Fürstenwalde Süd und den Fürstenwalder (Haupt-) Bahnhof. Wir denken, dass eine weitere Haltestelle in Fürstenwalde Süd, z.B. Höhe Kaufland, die Attraktivität dieser Bahnlinie steigern könnte. Daneben müsste auch hier der Takt auf den des Regionalexpresses angepasst werden. Das bedeutet im Wesentlichen: der Zug muss häufiger Fahren.

Unter diesen Voraussetzungen könnte der Saarow-Express auch für Fürstenwalder Pendler eine echte Alternative zum Auto sein.